Es begann zu einer Zeit, als das Kirschblütchen noch in der Ausbildung war und sich in ihrem Betrieb ganz und gar nicht wohl fühlte.
Chef doof, Kollegen doof, alles doof.
In dieser Firma gab es auch einen Firmenhund. Der gehörte zwar dem Chef, aber da kann der Hund ja nix für. Und eben dieser Firmenhund hatte, wie es wohl jeder Hund hat, ein Stofftier zum spielen. Den Forschi.
Er ist nicht der hübscheste, das weiß er auch, aber er ist ein lieber, kleiner Kerl, der sich früh in sein Schicksal ergeben musste, als Haustier-Spielzeug herzuhalten.
Wer mich kennt wird wissen, dass ich schon mal kein Fan davon bin, wenn Haustiere Plüschtiere zerkauen, besabbern und zerfetzen.
Nun konnte ich aber ja nichts dagegen unternehmen, war ja schließlich der Köter Hund vom Chef.
Als ich eines Tages, wie immer pflichtbewusst zur Arbeit kam, lag der Forschi vor meinem Schreibtischstuhl. Und als ich das angesabberte Ding aus dem Weg räumen wollte, sah ich sofort, dass Forschi keine Augen mehr hatte
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WER MACHT DENN SOWAS???
Da hat irgendein Hampel dem Forschi die Augen abgeschnitten, damit die blöde Töhle der Hund vom Chef sich nicht daran verschluckt!!!
Aber... der Forschi... wie kann man nur???
Mein Mitleid war geweckt und schnell ein Plan ausgeheckt. Von da an versteckte ich Forschi so gut es ging immer in meiner Schreibtischschublade, damit der Hund (der echte Hund, nicht mein Chef) ihn nicht findet. Er war ein echter Kumpel. Immer wenn ich wieder den Tränen nahe war, warf ich einen Blick in die Schublade und sah den traurigen Forschi darin. Dem armen Kerl gings noch viel schlechter als mir.
Ich verpsrach ihm ihn an meinem letzten Tag mitzunehmen und ihm neue Augen zu geben.
Die Abschlussprüfungen waren geschrieben und es war nur noch eine Sache der Zeit, dass ich endlich in die Freiheit entlassen wurde.
Und so habe ich an meinem letzten Tag meinen Schreibtisch geräumt und ganz nebenbei auch den Forschi eingesackt. Ist nichtmal aufgefallen.
Auch wenn Forschi erst gar nicht wußte wie ihm geschieht, hat er sich schnell bei den anderen Plüschis eingelebt. Vorher hat er allerdings noch einen kleinen Abstecher in die Waschmaschine gemacht
Die anderen haben auch immer Obacht auf ihn gegeben, konnte er seine Umgebung doch nicht sehen.
Mein Versprechen, im neue Augen zu geben, haben ich allerdings lange Zeit nicht eingelöst. Andere Dinge erschienen wichtiger und auch wenn es mir immer sehr leid tat, wenn ich den Forschi sah, mich wirklich drum gekümmert habe ich mich nicht.
Irgendwann, es mag schon ein Jahr vergangen sein, als das Männchen und ich beim Einkaufen an einem Bastelladen vorbei kamen, kauften wir spontan Augen und ich schwor, sie noch am Abend dem Forschi zu geben.
Kaum zu Hause angekommen war das Vorhaben wieder aus dem Sinn...
Gestern, als ich endlich, endlich mein Bastelzimmer einweihte und ich in den Schubladen nach etwas suchte, fielen mir die Froschaugen wieder in die Hände.
Da war es dann endlich soweit. Ab heute sollte Forschi wieder sehen können.
Gesagt getan, Watte geholt, Nadel und Tupfer und ans Werk gemacht.
Die gekauften Augen sind leider nicht sonderlich für Frösche geeignet, vielleicht sind es eher Katzenaugen... aber es gab keine anderen.
Ganz vielleicht, wenn Forschi sich von den Strapazen erholt hat und ich andere Augen finde, wechsel ich sie ihm nochmal aus. Aber erstmal kann der kleine wieder sehen.
Hier ist er also, der Forschi 2:
